E-Invoicing in der EU, Hintergründe


FatturaPA (Ita), X-Rechnung (Ger) und CFDI (Mex) diese digitalen Rechnungsformate dienen alle demselben Zweck:

Mehr Transparenz und Klarheit bei der Rechnungsverarbeitung.

Hintergrund ist neben dem hohen Verlust von Mehrwertsteuer von bis zu 37% in Europa, die Vereinfachung und damit einhergehende Kostenreduzierung der europaweiten/EU-weiten Rechnungsverarbeitung.

In Italien wird diese vereinheitlichte Rechnungsverarbeitung, genannt e-invoicing, bereits ab 1. Januar 2019 verpflichtend. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Italien mit 26%, ca. 3,5 Mrd. Euro pro Jahr Mehrwertsteuer verloren gehen.

Deutschland hat vergleichsweise nur 9% bzw. ca. 2,23 Mrd. Euro pro Jahr zu verzeichnen.

Damit nimmt Italien in Europa eine Vorreiterstellung beim elektronischen Rechnungsaustausch ein, welche man in ähnlicher Form nur von Ländern wie der Türkei oder aus Südamerika kennt. Diese Länder setzen bereits ein sogenanntes Clearance-Modell ein, bei welchen Rechnungen mit Umsatzsteuerdaten und weiteren Informationen über eine staatliche Online Plattform ausgetauscht, geprüft und registriert werden.

In Deutschland wird das e-invoicing, mit der X-Rechnung, zum 1. Januar 2020 verpflichtend. Hierbei ist noch nicht abzusehen, ob das ZUGFeRD 2.0 Format, das ebenfalls der europäischen Norm EN16931 zur elektronischen Rechnungsstellung entspricht, wirklich akzeptiert werden wird. 

Jedoch scheinen Fragen naheliegend wie etwa, ob das eigene Unternehmen im Zusammenhang mit FatturaPA XML, EN16931 und Co. bereits gut aufgestellt ist.

Spannend bleibt auch, wann die nächsten europäischen Länder dem "Modell Italien" mit seiner Austauschplattform SDI folgen werden.

Doch was muss getan werden, sofern Sie Niederlassungen in Italien haben? Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne unverbindlich!